Schneewittchen und die glorreichen Sieben

Thriller-Märchen auf oberösterreichisch für Jugendliche 15+ und Erwachsene

...wenn 3 Frauen eine der 7 Todsünden begehen und dabei auf die glorreichen 7 Zwerge treffen multipliziert sich ein Produkt von schwärzestem Humor. Ein mimisches Figurentheater für Erwachsene.


Die glorreichen Sieben:

In den meisten Märchen sind Frauen die Heldinnen. So erschien es mir reizvoll, der Geschichte von der schönen Prinzessin, die so rot wie das Blut, so weiß wie der Schnee und so schwarz wie das Ebenholz ist und deshalb „Schneewittchen“ heißt, eine absolut männliche Heldengeschichte gegenüberzustellen und nach Anknüpfungspunkten zu suchen. So verwebt sich nun mit der Geschichte von der Königin die die Schönste sein wollte, und deshalb die radikale Vernichtung der aufkeimenden jugendlichen Schönheit anstrebt, ein Kleinstheldenepos der Männlein die sich mehr oder weniger freiwillig aufmachen um sich gegen diese vernichtende Macht zu stellen. Die Motivation hierzu ist nicht ausschließlich selbstlos. So mancher Held „verdankt“ sein Heldentum dem Zufall oder den Umständen. Dem Plot des berühmten japanischen Films „die sieben Samurai“ und des Hollywoodfilms „Die glorreichen Sieben“ sind dieses Motivationsmuster und dieser ungleiche Kampf nicht unähnlich. Allerdings sind meine 7 Heldlein allesamt bodenständige, kernige Österreicher. Und es gibt noch einen männlichen Spielmacher der die Fäden des Widerstandes gegen die Übermacht in der Hand hält, oder in der Hand zu halten glaubt – der Herr Kasperl.


Der Kasperl:

Ein mittelbarer Nachkomme des Arlecchino aus der Commedia dell´arte verbindet sinnliche Lebenslust mit kindlichem Gemüt und, in meiner Interpretation, mit machoider Einfalt. Viele große Volksschauspieler und Puppenspieler haben sich der Figur des Kasperls/Hanswursts…und wie die vielen Abkömmlinge alle heißen, angenommen und sie durch ihre individuelle Persönlichkeit geprägt. Diese Freiheit gönne ich mir ebenfalls, indem ich die traditionelle Kasperlfigur in ihrer chrakterlichen Grundstruktur aufnehme und aus weiblicher Sicht neu interpretiere. Mein „Herr Kasperl“ bewohnt die Handtasche seines weiblichen Äquivalents Frau S.Swoboda. Noch untentschieden ist die Frage wer denn hier, aus puppenspielerischer Sicht, wen führt – die Swoboda den Kasperl? – oder der Kasperl die Swoboda?


Spiel, Figuren- und Bühnenbau: Gerti Tröbinger

Regie, Mimografie: Norbert H.Suchy

Musik-Supervision: Norbert H.Suchy

Lichtdesign und Technik: Charly Langzauner, Christian Suchy

Fotos: Christian Houdek

Grafikdesign: Selam Ebead


Technische Bedingungen:
Saal zum Verdunkeln und erhöhte Bühne empfohlen.

Bühnenmindestmaß: Breite: 5 Meter, Tiefe: 5 Meter, Höhe: 2,4 Meter (Bühnenboden-Decke)

Stromanschluss: 2 x 220V, je 16A falls keine hauseigene Lichtanlage (Dimmer mit mind. 6 Kanälen) vorhanden ist.

Spieldauer: 60 Minuten
Aufbauzeit: 180 Minuten
Abbauzeit: 60 Minuten

Zuschauerzahl:     max. 150

Figurentheater Gerti Tröbinger, A-4222 St. Georgen/G., Frankenbergerstraße 17
Tel: +43(0)664 24 059 73, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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